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Eichen­prozessions­spinner

Gefahr für Mensch, Tier und Eiche

Den Eichen geht es schlecht in diesem Sommer. Ihnen droht zwar nicht der Kahlschlag, wenn sie von einer Menge Eichen­prozessions­spinnern (Thaumetopoea processionea) befallen sind. Die stark behaarten Raupen sind aber für die Gesundheit von Mensch und Tier tatsächlich eine Gefahr. Die Brennhaare lösen im direkt Kontakt z.T. allergische Reaktionen aus und dazu muss man ihnen nicht einmal nahekommen. Im Zeitraum Ende Mai bis Anfang Juli verlieren die Raupen ihre giftigen Haare, die der Wind dann durch die Luft verbreitet. Diese enthalten ein Nesselgift, das bei Berührung auf der Haut Juckreiz und Ausschlag auslösen kann - schlimmsten­falls einen allergischen Schock.

So erkennt man den Schädling:

Der Eichenprozes­sionsspinner ist ein Falter, der sich Eichen­bäume zur Eiablage aussucht, sobald es warm draußen wird. Die Raupen verpuppen sich in Gemein­schafts­nestern. Ab April, Mai kriechen sie im Gänsemarsch hintereinander um den Baum­stamm, um Nahrung zu finden. Daher stammt der Name „Prozession“.

Symptome nach Kontakt mit Brennhaaren:

  • Hautsymptome:
    Gerötete juckende Stellen auf der Haut (Raupendermatitis) , die nach einigen Tagen schwächer werden.
  • Atemwege:
    Die Schleimhäute der Atemwege reagieren gereizt und von Husten über Bronchitis kann Asthma auftreten.
  • Augen:
    Juckreiz, Rötungen oder auch Bindehautentzündung

Wo kommt der Schädling vor?

Bundesweit hält sich der Eichenprozessions­spinner in Eichen- und Mischwäldern auf, befällt jedoch außerdem einzelne Bäume oder Baum­alleen. Die vermehrte Population kann auf die trockenen, milden Temperaturen 2018 zurückgeführt werden. Diese Bundesländer sind aktuell besonders betroffen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Berlin
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen-Anhalt

So schützen Sie sich:

  • Meiden Sie den unnötigen Aufenthalt in Wäldern oder unter Eichenbäumen!
  • Sein Sie aufmerksamer als gewöhnlich und schauen Sie Baumstämme genau an, bevor Sie näher treten!
  • Achten Sie auf Hinweisschilder. Aktuell finden sich Warnschilder direkt an befallenen Stellen!
  • Hundehalter z.B. sollten beim Gassigehen langärmelige Kleidung tragen und auch Hals und die Beine schützen.
  • Auch die regionale Presse informiert und in den sozialen Netzwerken tauchen immer neue Hinweise auf, wo sich der Schädling zur Zeit verbreitet hat. Diese Orte sind zu meiden, um kein Risiko einzugehen.

    Sind Sie trotz Vorsichtsmaßnahmen in Kontakt gekommen, müssen Sie umgehend sich selbst und dann ihre Kleidung waschen. Besonders Augen und Haare mit reichlich Wasser ausspülen.

Bekämpfung des Schädlings

Die Verantwortung zur Bekämpfung liegt in den Händen der Kommunen, wenn es um einen öffentlichen Bereich handelt. Nur ein ausgebildeter Kammerjäger kann die Tiere fachgerecht bekämpfen. Auf Privatgrundstücken hat jeder Bürger selber Sorge zu tragen. Es wird jedoch dringend empfohlen, die Sache einem Profi zu überlassen. Riskieren Sie auf keinen Fall, die Schädlinge selber zu entfernen!

  • Wird ein Befall festgestellt, muss der Bereich großflächig abgesperrt werden.
  • Hinweis­schilder warnen die Bevölkerung.
  • Im nächsten Schritt werden Raupen und Gespinste abgesaugt oder abgeflämmt.

Es gibt ein biologischen Gift, welches Bakterien enthält, die die Raupen töten. Eichen­wälder werden derzeit auch aus der Luft mit Gift besprüht, ehe die Brennhaare der Raupen­larven richtig ausgebildet sind.

Natürlich können Chemikalien den Schädling zuverlässig vernichten, die sind aber für den privaten Garten nicht zulässig. Dagegen spricht auch, dass Chemie immer auch Nützlinge mit abtötet.

Vorbeugende Maßnahmen

Biozide und Pflanzenschutzmittel werden in gefährdeten Regionen zur Vorbeugung eingesetzt. Dazu müssen die Blätter der Eiche allerdings eine Mindestgröße aufweisen.

Ist auch Ihr Garten von Eichen­prozessions­spinner befallen? Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie sofort einen Kammerjäger für Schädlingsbekämpfung!


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